Betriebliche Gesundheitsreform
System vor Maßnahme

Betriebliche Gesundheit muss nicht
mit einem neuen Benefit beginnen.

Erst nutzen, was bereits vorhanden ist. Dann dort ergänzen, wo Beschäftigte und Unternehmen tatsächlich einen Engpass haben.

Vier Stufen. Vom vorhandenen Anspruch bis zur finanzierten Zusatzversorgung.
Arzt im persönlichen Gespräch
Die Ausgangsfrage Was braucht ein Beschäftigter wirklich? Nicht: Welches Produkt können wir noch hinzufügen?
2027
Die gesetzliche Versorgung verändert sich spürbar.
Warum jetzt?

Höhere Eigenbelastung trifft auf ein Versorgungssystem, das schon heute nicht überall schnell funktioniert.

Höhere Zuzahlungen, veränderte Zuschüsse, Wartezeiten und unterschiedliche Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen verändern die Ausgangslage für Beschäftigte.

Für Arbeitgeber entsteht daraus keine Pflicht, sofort eine große Zusatzversicherung einzukaufen. Aber eine neue Gestaltungsfrage: Wo lässt sich mit welchem Aufwand tatsächlich etwas verbessern?

Die GKV-Reform 2027 im Detail ansehen →
Die Eskalationslogik

So viel Versorgung wie nötig.
Nicht so viel wie möglich.

Jede Stufe löst ein anderes Problem. Deshalb muss nicht jedes Unternehmen automatisch bei Stufe 3 beginnen.

STUFE 01
0 €

Vorhandenes nutzen

Bildungszeit, Prävention und Krankenkassenzuschüsse aktivieren.

STUFE 01+

Klein unterstützen

Eine zweckgebundene Erholungsbeihilfe als kleiner Arbeitgeberbeitrag.

STUFE 02

Zugang beschleunigen

24/7 Diagnose, Facharzt-Terminservice und psychologische Unterstützung.

STUFE 03

Versorgung finanzieren

Beispiel: 300 € Gesundheitsbudget plus 70 % Zahnersatz.

Noch vor Stufe 1

Erst prüfen.
Was die heutige Krankenkassenstruktur kostet.

Unterschiedliche Zusatzbeiträge wirken auch auf den Arbeitgeber. Je nach Arbeitgeber können zusätzlich U1 und U2 wirtschaftlich relevant sein.

Deshalb beginnt die Gesundheitsreform nicht mit zusätzlichem Budget, sondern mit einer Bestandsaufnahme.

01

Was kostet Ihre heutige Krankenkassenstruktur?

Der GKV-Kostencheck zeigt eine erste wirtschaftliche Größenordnung aus Zusatzbeitrag und gegebenenfalls Umlagen.

GKV-Kostencheck starten →
Stufe 01

Gesundheit nutzen.
Bevor der Arbeitgeber Gesundheit kauft.

Beschäftigte bei einer Weiterbildung
Arbeitgeberbudget 0 € neu
0 €

Erst vorhandene Rechte
und Kassenleistungen aktivieren.

Gesundheitsbezogene Weiterbildung kann unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen mit Bildungszeit verbunden werden.

Zertifizierte Präventionsangebote können zusätzlich von der eigenen Krankenkasse bezuschusst werden.

1
Bildungszeit prüfen
Anspruch und Voraussetzungen richten sich nach dem Landesrecht.
2
Passendes Gesundheitsseminar wählen
Zum Beispiel Stressmanagement, Resilienz oder gesundheitsgerechtes Verhalten.
3
Krankenkassenzuschuss nutzen
Höhe und Voraussetzungen hängen von Kasse und Angebot ab.
Stufe 1 vollständig ansehen →
156 €
Stufe 01+

Der Arbeitgeber möchte ein Stück mehr tun?

Dann muss daraus noch kein komplettes Versorgungssystem werden. Eine zweckgebundene Erholungsbeihilfe kann einen Beschäftigten mit bis zu 156 € jährlich unterstützen, sofern die steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Familienbeträge lassen wir bewusst aus der Hauptbotschaft heraus. Hier geht es zunächst um den einzelnen Beschäftigten.

Arbeitgeberzuschuss ansehen →
Stufe 02

Wenn Versorgung gebraucht wird,
zählt nicht nur Leistung.
Es zählt Zeit.

Medizinisches Beratungsgespräch
VitaAkut 2,36 € / Monat
2,36 €

Nicht mehr Gesundheitsbudget.
Sondern schnellerer Zugang.

24/7 Diagnose, Facharzt-Terminservice und psychologische Unterstützung sollen den Weg zur passenden Versorgung verkürzen.

Das ist ein anderer Nutzen als ein klassisches Budget. Es geht nicht darum, wofür 300 € ausgegeben werden können, sondern darum, wann die richtige Hilfe beginnt.

Die wirtschaftliche Frage Was kostet Warten? Zwischen Beschwerden und Behandlung können mehrere Wartephasen liegen.
Beispielhafte Wartezeiten

Wie groß kann der Unterschied beim Zugang zur Versorgung sein?

Röntgen, CT, MRT, Physiotherapie oder psychologische Erstberatung: Je nach Region und Versorgungssituation können zwischen regulärem Zugang und organisiertem Terminservice erhebliche Zeitunterschiede liegen.

Orientierungswerte Regulärer Zugang im Vergleich zum organisierten Terminservice
Regelzugang
Terminservice
XR
Röntgen Bildgebende Diagnostik
Regelzugang
ca. 10 Tage
Terminservice
ca. 2 Tage
8 Tage früher
CT
CT Computertomografie
Regelzugang
ca. 21 Tage
Terminservice
ca. 5 Tage
16 Tage früher
MRT
MRT Magnetresonanztomografie
Regelzugang
ca. 42 Tage
Terminservice
ca. 7 Tage
35 Tage früher
PHY
Physiotherapie Ersttermin
Regelzugang
ca. 28 Tage
Terminservice
ca. 7 Tage
21 Tage früher
Ψ
Psychologische Erstberatung Orientierung und Unterstützung
Regelzugang
ca. 91 Tage
Terminservice
ca. 2 Tage
89 Tage früher
bis 89 Tage früherer Zugang
Geschwindigkeit kann Versorgung verändern.

Ein organisierter Terminservice kann je nach Versorgungsbereich den Beginn von Diagnostik, Beratung oder Behandlung deutlich nach vorne verschieben.

i
Wichtig zur Einordnung: Die dargestellten Wartezeiten sind beispielhafte Orientierungswerte und können regional deutlich variieren. Ein um beispielsweise 35 Tage früherer MRT-Termin bedeutet nicht automatisch 35 vermiedene Fehltage. Ob und in welchem Umfang Arbeitsunfähigkeit tatsächlich verkürzt wird, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf, der medizinischen Notwendigkeit und dem weiteren Behandlungsverlauf ab.
Stufe 03

Wenn schneller Zugang allein nicht reicht,
wird Versorgung finanziert.

Gespräch zwischen Zahnarzt und Patientin
Beispiel Budget + Zahnersatz
300 €

Kleine Gesundheitskosten flexibel.
Größere Risiken gezielt absichern.

Gesundheitsbudget 300 €
Zahnersatz 70 %

Ein Gesundheitsbudget kann innerhalb der tariflich vorgesehenen Leistungen viele kleinere Ausgaben abdecken.

Zahnersatz ist ein anderes Risiko. Einzelne Rechnungen können das kleine Jahresbudget deutlich übersteigen.

Deshalb betrachten wir beide Bausteine getrennt und kombinieren sie dort, wo es für die Versorgungsarchitektur sinnvoll ist.

Stufe 3 und Business Case ansehen →
Arbeitgeberperspektive

Beitrag allein beantwortet die wirtschaftliche Frage nicht.

Gesundheitsversorgung kann wirtschaftlich an mehreren Stellen wirken: bei Fehlzeiten, bei Versorgungsgeschwindigkeit und bei Mitarbeiterbindung.

Deshalb enthält Stufe 3 einen Szenariorechner, der nicht behauptet, dass eine bKV eine bestimmte Wirkung verursacht.

Er zeigt: Wenn Fehlzeiten oder Fluktuation tatsächlich sinken, welche wirtschaftliche Größenordnung entsteht daraus?

Business Case rechnen →
Wirtschaftliche Wirkung Fehlzeiten + Bindung

Nicht als Wirkungsversprechen. Sondern als veränderbare Szenariorechnung.

Vermiedene Ausfalltage × unternehmenseigene Kosten je Fehltag
Vermiedene Fluktuationsfälle × Recruiting-, Vakanz- und Einarbeitungskosten
Gegenüberstellung wirtschaftlicher Szenarioeffekt versus Arbeitgeberaufwand
Drei Blickwinkel

Dasselbe System beantwortet unterschiedliche Entscheiderfragen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG / CFO

Was kostet es und was kann es wirtschaftlich bewirken?

Arbeitgeberaufwand, Fehlzeiten, Fluktuation und wirtschaftliche Größenordnungen.

HR / PERSONAL

Wie entsteht ein verständliches Versorgungssystem?

Zugang, Nutzung, Kommunikation, Arbeitgeberattraktivität und Umsetzbarkeit.

BETRIEBSRAT / PERSONALRAT

Wie entstehen faire und nachvollziehbare Zugänge?

Transparenz, Beschäftigteninteressen, freiwillige Nutzung und nachvollziehbare Versorgung.

System
vor Maßnahme.

Die Frage ist nicht: Welchen Benefit können wir noch hinzufügen?

Die Frage ist: Welcher Engpass besteht, was ist bereits vorhanden und welches ist der kleinste sinnvolle nächste Schritt?

01 Bestand prüfen
02 Engpass erkennen
03 Gezielt ergänzen
04 Wirkung messen
Wo beginnen?

Nicht automatisch bei der teuersten Lösung.

Erst bestehende Möglichkeiten und Kosten prüfen. Danach entscheiden, welche Versorgungsstufe für das Unternehmen tatsächlich sinnvoll ist.